Urlaub in der Slowakei – Burgen, Schlösser, Hochgebirge

Das romantische Bojnice-Schloss ist ein Magnet für Slowakei-Touristen.
Foto: Slowakische Zentrale für Tourismus
Anfang der 1990er-Jahre trennten sich Tschechien und die Slowakei (früher: Tschechoslowakei) als Staatengebilde. Seitdem existiert die Slowakei als eigener unabhängiger Staat, der inzwischen auch Mitglied der europäischen Union ist. Die Slowakei ist ein kleiner Staat, die Hauptstadt ist Bratislava.
Bratislava war schon immer eine multikulturelle Stadt, in der im Mittelalter Slowaken, Deutsche, Ungarn und Juden lebten, berichtet das Stadt-Portal bratislava.sk. Dementsprechend gibt es auch zahlreiche gemeinsame Einflüsse sowohl in Hinblick auf Kultur, Essen und Trinken oder Architektur. Viele architektonische Highlights wie etwa Paläste - die Stadt war über Jahrhunderte Krönungsstadt der ungarischen Könige - lassen sich hier besichtigen. Wichtige Sehenswürdigkeiten sind weiterhin die Burg von Bratislava, der Martinsdom, das Slavin (Ehrendenkmal und Friedhof der Roten Armee) oder das Haus zum guten Hirten (mit Uhrenmuseum).
Auch die Küche ist durch die multikulturelle Stadtgeschichte geprägt: Unverkennbar sind Einflüsse, die sich aus der Nähe zu Wien ergeben – die österreichische Metropole liegt nur rund 60 Kilometer entfernt, berichtet bratislava.sk. Die Deutschen gaben der Metropole im 13. Jahrhundert den Namen Pressburg, erst seit 1919 lautet der offizielle Name Bratislava. In näherer Umgebung der Hauptstadt gibt es übrigens auf den Hängen der kleinen Karpaten zahlreiche Weinberge, wo bereits seit Jahrhunderten Weine angebaut werden, denen man eine vorzügliche Qualität zuspricht.
 
Doch auch die übrigen Landesteile haben einiges zu bieten. Obwohl die Slowakei recht klein ist, gibt es hier viel Abwechslung. Bergwanderer erschließen die Hohe Tatra, die oft als das kleinste Hochgebirge der Welt bezeichnet wird (obwohl sie genau genommen nur ein Teilgebirge der Tatra ist). Wer dagegen kulturelles genießen möchte, kann mehr als 180 Burgen oder Schlösser - manche davon Ruinen - besichtigen. Das urkundlich erstmals 1113 erwähnte geschichtsträchtige Schloss Bojnice ist heute das am häufigsten von Touristen in der Slowakei besichtigte Schloss. Es wurde im 19. und 20. Jahrhundert mit Anklängen an französische Loire-Schlösser umgebaut, berichtet die slowakische Zentrale für Tourismus. Zur Anlage gehören auch ein Park, ein botanischer Garten sowie der heute älteste Teil, eine Kapelle aus dem Jahr 1662.
Unesco-Weltkulturerbe ist die Burg Spis in der Ostslowakei. Sie ist übrigens die größte Burg in Mitteleuropa. Ebenfalls Unesco-Ehren erfuhr die Stadt Banska Stiavnica mit seinem zwischen 1564 bis 1571 erbauten Schloss.
 
 
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